Diskriminierungsrisiken in der Polizeiarbeit. Ergebnisse des Forschungsprojektes Polizeipraxis zwischen staatlichem Auftrag und öffentlicher Kritik. Herausforderungen, Bewältigungsstrategien, Risikokonstellationen
In der ethnografischen Studie werden die Arbeitsprozesse des Einsatz- und Streifendienstes, der Kriminalpolizei und der Bereitschaftspolizei soziologisch beschrieben und dabei diskriminierungsanfällige Alltagspraktiken identifiziert. In Abgrenzung zu anderen Projekten, die überwiegend Einstellungen und Wertehaltungen von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten untersuchen, liegt das Forschungsinteresse hier auf polizeilich funktionalen Routinen, Praxismustern und Verfahren, denen Risiken für Diskriminierung innewohnen (institutionelle Diskriminierung). Im Vollzug der Polizeipraxis konnten zwölf Risikokonstellationen empirisch identifiziert werden. Sie sind u.a. in Arbeitspraktiken der Gefahreneinschätzung und Glaubwürdigkeitseinschätzungen zu finden, bei der Selektion von zu beobachtenden Personen im Rahmen anlassloser Observationen, bei der Ermittlung von kriminalistisch schwierig zu rekonstruierenden Delikten oder im Rahmen der Trainings der Bereitschaftspolizei.
Zitieren
Rechte
Rechteinhaber(in): Astrid Jacobsen
Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten
Systeminformation
- Publikationsstatus:
- veröffentlicht
- Erstellt am:
- 19.12.2024 - 15:26:18
- von:
- ikrisatpa.polizei.niedersachsen.de
- Letzte Änderung:
- 21.01.2026 - 03:53:15
- von:
- administrator
- MyCoRe ID:
- noa_mods_00003078
- Version:
- 9
(Gesamte Versionsgeschichte)
