Der kleine Internetkatechismus : gemeines Evangelium – Ein Angriff auf die erfasste Welt

Hinrichs, Jens Torsten

Niemand postuliert Grenzen für die sinnvolle Einflussnahme sozialer Netzwerke, Social Software, Datenkraken, Nano- und Gentechnologie, Industrie 4.0 und das Internet der Dinge. Wie sehr, wo und wann überhaupt sollen sie unseren Alltag und die Lebensweise verändern? Nirgends gibt es Verlässlichkeit, niemand wird gestoppt. Postfaktisch ist alles erlaubt und die produktive Echtzeit erfunden. Schlicht und einfach gesagt erkunden die Nutzer das Internet ohne Grenzen in einem globalen Feldversuch oder mithilfe einer Beta-Version. Zu Risiken und Nebenwirkungen gibt es keine Verpackungsbeilage – wen fragt man da bloß, etwa seinen Provider oder Appotheker? „Allein mir fehlt der Glaube an die digitale Ethik“ sei nun die zu widerlegende atomare Konstante. Viele Indizien weisen darauf hin, dass sich User-Teilchen für „erneuerbare Synergien“ instrumentalisieren lassen; und zwar Verantwortung in Sicherheitsbelangen auf sie appgeschoben werden und das Produkt „Werbung“ nicht etwa ein verstecktes Bedürfnis entfacht, sondern einzig und allein den Betreibern zur Erfüllung hochgestylter Bruttorenditen dient.
 Nun denn, im Bewußtsein meiner Verantwortung vor diesen vielgelobten Schöpfungen und vor den Menschen, von der ersten Auflage des Evangeliums nach Hieronymus Genesis (SPIN: NO13.1-SE.2017.12.DE) beseelt, als gleichberechtigtes User-Teilchen dem Frieden der Webciety zu dienen, habe ich mir kraft des verfassungsgebenden Anspruchs auf freie Meinungsäußerung ein Digitales Grundgesetz gegeben.

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Zitierform:

Hinrichs, Jens: Der kleine Internetkatechismus. gemeines Evangelium – Ein Angriff auf die erfasste Welt. Suhlendorf 2. Auflage, SPIN: NO13.2-SE.2019.09.DE 2019.

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