Tierschutzleitlinie für die Milchkuhhaltung

[...] Die jetzt verabschiedete Tierschutzleitlinie soll Behörden und Tierhaltern bei der tierschutzfachlichen Beurteilung sowohl von Neu- und Umbauten als auch von bestehenden Rinderhaltungen Hilfestellung geben. Während für Neubauten tierschutzfachliche Mindestanforderungen zusammengestellt und darüber hinaus Empfehlungen für zusätzlichen "Kuhkomfort" gegeben werden, sind für Altbauten lediglich Richtwerte genannt, die als Grundlage für die tierschutzfachliche Beurteilung von Problemfällen in bestehenden Rinderhaltungen genutzt werden können. Dabei werden insbesondere die Bereiche angesprochen, die erfahrungsgemäß immer wieder Anlass zu Diskussionen geben. Beispielhaft sind hier Abmessung und Gestaltung von Liegeboxen, Breite und Bodengestaltung von Laufgängen oder das Verhältnis von Tierzahl zu Fressplätzen und Liegeboxen zu nennen. Da auch in Niedersachsen eine Abkehr vom sommerlichen Weidegang hin zur ganzjährigen Stallhaltung zu beobachten ist, muss hier ein Ausgleich durch größere Verkehrs- und Bewegungsflächen im Stall geschaffen sowie für ausreichend Klimareize durch Luft, Licht und Sonne z.B. durch das Angebot von Laufhöfen gesorgt werden. Da die dauerhaft Anbindehaltung wesentliche arteigene Verhaltensweisen von Kühen, wie Bewegungs-, Sozial und Komfortverhalten erheblich einschränkt, ist sie für Neubauten nicht mehr zeitgemäß. Für bestehende Anbindehaltungen werden besondere Anforderungen festgelegt und ein Ausgleich des Bewegungsdefizits gefordert.[...] (Quelle: LAVES)

Vorschau

Zitieren

Zitierform:

Tierschutzleitlinie für die Milchkuhhaltung. gw 1. Aufl. 2007. Laves.

Rechte

Rechteinhaber: Niedersächsisches Ministerium für den Ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Export