Expositionsdatierung in den Zentralen Anden : quartäre Gletscher- und Klimarekonstruktion mittels in situ 10Be

Zech, R.; Kull, C.; Veit, H.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Beitrag zur Rekonstruktion der Gletscher- und Klimageschichte in den Zentralen Anden zu leisten. Dies ist wichtig für ein besseres Verständnis des Klimasystems und für eine Abschätzung der Auswirkungen des jetzigen Klimawandels. Mit Hilfe der innovativen Expositionsdatierung mittels in situ 10Be wurden Moränen in ausgewählten Arbeitsgebieten direkt datiert. Es zeigt sich, dass ein letztes Vergletscherungsmaximum bei ca. 30°S nicht zum Zeitpunkt des globalen Temperaturminimums (20 ka BP), sondern erst im Spätglazial (12 bis 14 ka BP) stattgefunden hat. Dies lässt sich mit einer modellierten Temperaturdepression von ca. 5 ° und erhöhtem Niederschlag erklären – vermutlich durch den verstärkten Einfluss des tropischen Zirkulationssystems. Erste Ergebnisse aus Bolivien deuten dagegen eher auf eine dominante Temperatursteuerung der Vergletscherung hin. Moränen wurden hier auf ~20 ka, ins Spätglazial (16–12 ka) und ins Frühholozän (~10 und 8 ka) datiert.

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Zech, R. / Kull, C. / Veit, H.: Expositionsdatierung in den Zentralen Anden : quartäre Gletscher- und Klimarekonstruktion mittels in situ 10Be. 2006. Geographisch-Ethnographische Gesellschaft Zürich.

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